Selbstwert & Selbstständig - Doppelrolle der selbststandigen Mama mit Clarissa Correa Da Silva
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:00: Oh, Katzenvideo.
00:00:01: Krieg immer Osten!
00:00:02: Oh, keine Ahnung ... Die besten Beautyhacks?
00:00:05: Oh, das neueste Outfit.
00:00:08: Oh, Hundebabys.
00:00:09: Oh... Keine Ahnung, irgendwas zu Tierarzt.
00:00:12: Also weiß ich, es ist ja so völlig grand
00:00:14: für mich abgeholt.
00:00:18: Zeit durchzuatmen.
00:00:20: Lodern und Gleise wird dir präsentiert von Primavera.
00:00:25: Hallo liebe Clarissa Ich freue mich total, dass du da bist.
00:00:29: Du bürdig!
00:00:29: Ich freu mich auch total.
00:00:30: Vielen Dank für die Einladung.
00:00:32: Ja, herzlich willkommen.
00:00:33: Ich habe zwei Fragen an dich, die du, wenn du magst, gerne spontan beantwortest.
00:00:39: Die eine Frage ist wann warst du das letzte Mal?
00:00:43: lodant?
00:00:46: Lodant?
00:00:47: Ja.
00:00:47: Boah was für ein cooles Wort.
00:00:49: ich hab schon lange nicht mehr in dieses Wort lodant gedacht.
00:00:56: Lodand ist für mich auf jeden Fall was positiv behaftetes, weil man kann vielleicht auch negativ lodan oder?
00:01:03: Ja.
00:01:05: Ich
00:01:05: würde es jetzt aber erst mal eher positiv sehen.
00:01:08: und tatsächlich war das vor ein paar Tagen wo ich recherchetechnisch für
00:01:15: mich
00:01:16: voll in Durchbruch geschafft habe und eine Geschichte aufgedeckt hab und eingetütet habe für die Sendung mit der Maus die wirklich sehr besonders ist, weil das glaube ich nicht so oft gezeigt wird und da war ich sehr rodend.
00:01:33: Da war ich sehr lodant.
00:01:35: Ja, ja also sehe ich, fühle ich auch, bin es auch ultra neugierig.
00:01:39: Ich stelle
00:01:41: dir bei erst die Frage... Tisa!
00:01:42: Ja aber voll, voll.
00:01:44: Aber ich stell dir die, ich bin professionell.
00:01:46: Ich stell dir jetzt erst die zweite Frage bevor ich weiterbuche.
00:01:49: Die zweite Frage ist Wann warst du das letzte Mal ganz leise?
00:01:58: Vor ein paar Wochen Der Vater meiner besten Freundin, sehr plötzlich verstorben.
00:02:06: Und wir wohnen sehr weit auseinander und sie war dann eben auch bei ihrer Familie in ihrer Heimat.
00:02:12: und ich bin wirklich heute die Polter von einem Tag auf den nächsten irgendwie da hingekommen... ...und habe dort eine Nacht verbracht.
00:02:22: Das waren sehr leise Tage für mich auch weil ich irgendwie dann auch so ein Mensch bin der erst mal die Stimmung aufnehmen möchte.
00:02:31: und ja, gerade natürlich so einen Moment zu haben der einem dem Boden unter den Füßen wegreißt.
00:02:39: Und ich ja trotzdem irgendwie außen stehend aber trotzdem auch sehr nah dran war hat mir also bei mir dazu geführt dass sich eher sehr leise wurde und einfach nur da war.
00:02:50: Du konntest was geben.
00:02:52: Genau Ja schön Gleich so tief
00:02:58: Let's me.
00:02:59: Ja, aber vielleicht brechen wir das kurz auf indem ich dich einmal frage wo nach dir jetzt gerade in diesem Moment ist ob du dir eine Duftmischung aussuchen magst die ja für dein Gefühl grade für unser Gespräch gut passen könnte?
00:03:19: Also... Ich glaube.. Ich fände die Mischungen habe ich noch nie ausprobiert Aber Glücksgefühle mag ich sowieso immer total gerne.
00:03:29: Willst du einmal dran riechen?
00:03:30: Jetzt ja so dieses Zitrus, da gibt es auch andere Produkte von.
00:03:36: Na gut dann entscheide ich mich für Glücksgefühle.
00:03:40: Okay!
00:03:42: Stimmt, ich habe dich gar nicht gefragt.
00:03:43: Ist die auch nach Glücks gefühlen?
00:03:45: Ich bin total dabei hier.
00:03:50: Auch sehr warm ist das irgendwie... Das finde ich ganz schön weil jetzt hier gerade so langsam die Sonne rumkommt in den Raum.
00:03:57: also dann will Glück haben.
00:04:00: Auch perfektes Timing war von einer halben Stunde oder so, was noch sehr grau.
00:04:06: Jetzt
00:04:08: kann nichts mehr schiefgehen!
00:04:10: Genau und jetzt haben wir irgendwie so eine schöne Nachmittagssonne.
00:04:14: Ich finde da passt die Glücksgefühl ganz gut dazu.
00:04:21: Dann lassen wir das kurz laufen.
00:04:25: Liebe Clarissa... also nochmal wie schön dass du da bist.
00:04:29: danke dass du mir diese beiden Fragen beantwortet hast.
00:04:32: Ich möchte mit dir über Selbstwert und Selbstständigkeit oder Selbstständigsein sprechen.
00:04:40: Ich will aber jetzt auch unbedingt irgendwie noch rausfinden, was du da für die Maus aufgedeckt hast.
00:04:48: Wennst du irgendwie kein Symptom fällt schon mal so an Tisern?
00:04:52: Ja also ich hatte ja das Glück auch mit der Maus schon sehr viele besondere Geschichten zu erzählen besonderen Geschichten zu erzählen.
00:05:05: Und jetzt gerade arbeiten wir an einer für mich sehr persönlichen Geschichte, denn wir planen eine Auslandsmaus in Brasilien wo ich ja auch zum Teil aufgewachsen bin, wo auf jeden Fall ein großer Teil meiner Wurzeln steckt und ja auch wichtige Jahre meines Lebens nämlich die Teenagerjahre alle dort verbracht habe.
00:05:31: Plan das jetzt?
00:05:32: Und es sollen besondere Sachgeschichten natürlich auch entstehen, die vor allem das Land präsentieren.
00:05:42: Ich bin da aber ganz stark inhaltlich mit reingegangen weil ich ein großer Fan davon bin und wäre wenn man eben auch die vielen Facetten zeigt.
00:05:51: Ich glaube wenn man so an Brasilien denkt hier aus einem deutschen Kontext heraus dann ladet man halt schnell bei Karneval oder Fußball und natürlich irgendwie auch Meere Strände und so, aber es gibt ja ... dieses Land ist der Wahnsinn.
00:06:06: Es hat drei Zeitzonen, es hat drei Klimazonen.
00:06:09: Es ist einfach so viel.
00:06:11: Ich find's auch überlustig, wenn Leute sagen, wir machen irgendwie drei Monate Südamerika!
00:06:15: Und wir wollen auch Brasilien sehen, wo seien wir denn da hin?
00:06:19: Und ich denk immer, naja, drei Monate brauchst du glaube ich alleine um das eine Land wirklich von allen Facetten kennenzulernen.
00:06:26: Genau, deswegen freu' ich mich weil ehrlicherweise wird er auch ein paar Geschichten erzählen die immer schon irgendwie auch in meiner Kindheit was mit mir zu tun hatten, weil auch meine familiären Wurzeln da drin stecken.
00:06:40: Es gibt eben eine große Abstandung natürlich von Sklaven und auch von indigenen Völkern im Brasilien und beides steckt in unserer Familie drinnen Und beides habe ich jetzt noch nie so richtig erlebt und besucht.
00:06:58: Also,
00:06:58: es gibt ja Gott sei Dank nicht mehr in dieser Form.
00:07:00: Aber es gibt in Brasilien noch Gruppierungen, Communities die heißen Quilombus und die leben da auch und haben sich quasi Land erkämpft das ihnen jetzt gehört so aus dieser traditionellen Geschichte heraus.
00:07:17: Und es gibt eben auch noch indigene Völker Die vor allem gerade sehr bemüht sind auch den Amazonas zu schützen was hier eigentlich auch eine Aufgabe ist bei der die ganze Welt dankbar sein sollte, dass sie das tun.
00:07:29: Denn wir brauchen den Amazoners genauso wie die Menschen, die dort leben und mit einem siebenjährigen Mädchen in dem indienischen Mädchen, die da richtig krass vor allem Influencerin geworden ist.
00:07:43: Mit diesen Themen werden wir hoffentlich drehen.
00:07:48: Das war richtig cool als da so die Kommunikation lief zumindest schon mal die mündliche Zusage bekommen haben.
00:07:59: Ja, das kann ich sehr gut verstehen dass du dafür gelodert hast und auch der Wahnsinn wie du es gerade erzählt hast aufzuzeigen, dass du eine sehr persönliche Geschichte damit angehst und gleichzeitig eine die den ganzen Planeten betrifft also dieses was ja irgendwie eh das schönste ist wenn man irgendwie finde ich zeigen kann wie unsere individuellen Leben miteinander verbunden und verboben sind.
00:08:29: Wir haben jetzt auch darüber gesprochen, dass du das für die Maus machst, also die Sendung mit der Maus.
00:08:37: Magst du mir mal erzählen was dir wichtig ist?
00:08:41: Also im Sinne von wenn dich jemand vorstellt oder du dich selber vorstellst... Was ist dir richtig, dass Leute das von dir wissen?
00:08:52: Also klar ich glaube Es gibt so zwei, drei Sendungen über die mich die meisten Menschen halt kennen oder irgendwie zuordnen.
00:09:04: Das ist natürlich die Sendung mit der Maus.
00:09:05: Das war die bekannteste Kindersendung in Deutschland.
00:09:10: Die gibt es auch schon seit über fünfzig Jahren an sehr traditionsreiche gute Sendung.
00:09:15: dann eben Wissen macht a was ich jetzt auch seit zwei tausend siebzehn also seit neun Jahren mache So
00:09:22: lange doch schon.
00:09:23: Und damit ja auch jetzt gerade so ein Stück weit einfach viele Kinder aus der Kindheit über die Jugend ins erwachsenen Alter begleitet habe und ich jetzt so spreche mit Kriegern wie, oh krass du wirst meine Kindheit oder dann dir studiere ich jetzt Naturwissenschaften oder sowas und das ist natürlich total
00:09:43: cool.
00:09:43: also
00:09:46: Ich fühle mich zwar kurz ein bisschen alt, aber auf der
00:09:48: Seite
00:09:49: macht es mich auch sehr stolz wenn man eben so einen positiven Einfluss irgendwie wirklich auf ein junges Menschenleben haben konnte.
00:09:58: Genau dann habe ich aber auch noch ein Geschichtsformat triff das sich ja seit zwei tausend neunzehn gemacht habe Was leider nicht so bekannt ist, aber die, die es kennen.
00:10:07: Die sind noch mal Hardcore-Fans und das ist für mich auch ein ganz wichtiges Projekt, was ich immer gerne mitnenne einfach um das auch ein bisschen bekannter zu machen, wo's eben um große Persönlichkeiten aus der Geschichte geht und wir da vor allem auch viel dafür getan haben dass wir Frauen sichtbarer gemacht haben in der Geschichte.
00:10:28: Wie habt ihr zuletzt portraitiert?
00:10:32: Queen Elizabeth habe ich als letzte Frau porträtiert.
00:10:36: Davor hatten wir aber auch... Also es gibt eine Folge zu Marie Curie, es gibt ne Folge zu Anne Frank die internationaler Emmy nominiert wurde.
00:10:46: Es gibt ne folge zu Frida Kahlo, ne Folge zur Harry Tubman Auch ne ganz großartige Frau über die wir alles geschafft haben für neunjähriges Klaverei zu erklären Klopatra, klar.
00:11:03: Also so ein paar klassische Frauen natürlich auch die man dann schon mal in den Geschichtsbüchern sieht aber viele davon eben nicht.
00:11:10: Ja ich habe direkt die Frage ob du so aufgewachsen bist.
00:11:16: also ist dir da selber jemand Vorbild gewesen oder wurdest du so erzogen?
00:11:23: Oder hast du eine Bildung genossen und in der Schule oder irgendwo dass das dein Weg zu diesen Themen so hingeprägt hat?
00:11:32: Ja, also ich finde das immer spannend.
00:11:35: Wenn man das dann irgendwann reflektiert als erwachsener Mensch was man für Vorbilder hatte und Ich muss sagen bei uns zuhause war meine mutter immer die Die am meisten gearbeitet hat und auch Das meiste geld verdient hat.
00:11:54: also zumindest in der zeit wo ich mich erinnern kann so und Deswegen gab es für mich dieses klassische, klassische Rollenbild gar nicht so wirklich in der Kindheit.
00:12:11: Also... Es war für mich irgendwie immer klar, dass meine Mama arbeitet und Karriere macht und Geld verdient und so.
00:12:23: Und es war aber auch immer klar das meine Mutter auch viel gekämpft hat in ihrem Leben.
00:12:32: viel auch tun musste dafür, dass sie jetzt da ist wo sie ist.
00:12:38: Also ich bin doppeltes Scheidungskind und habe drei Väter gehabt in meinem Leben.
00:12:46: also das war irgendwie etwas normales für mich.
00:12:49: Das ist mit sehr viel Veränderung.
00:12:53: Daher war meine Mutter eigentlich immer meine Konstante und somit auch irgendwie mein größtes Vorbild.
00:12:58: Das klingt jetzt ein bisschen kitschig, aber es ist so.
00:13:02: an meinen direkten Vorbilder denke
00:13:04: ich.
00:13:04: Und auch für schön dass du das sagen kannst
00:13:07: ja schon Ich glaube schon, dass ich mit einer großen Offenheit immer erzogen wurde und früh gelernt habe, dass die Welt bunt ist.
00:13:19: Dass sie divers ist.
00:13:20: Ich bin zum Beispiel mit sechs Monaten in einem Kindergarten, weil meine Mutter zurückgegangen ist.
00:13:26: Meine Mutter ist Ärztin.
00:13:27: Damals war sie noch keine Ärztinnen, obwohl sie schon ÄrztInn war in Brasilien aber sie hatte ihren Titel nicht anerkannt hat beim Krankenhaus bereits gearbeitet Und ich kam auf die Welt und dann wollte sie nach sechs Monaten auch gerne zurückgehen, einfach um weiter zu arbeiten.
00:13:45: Und da auch Dinge zu erreichen, die sie sich vorgenommen hat.
00:13:50: Es gab hier in Berlin bin ich ja geboren und aufgewachsen bis ich vierzehn war.
00:13:55: Da gab es in dem Krankenhaus wo sie gearbeitet hat ein Betriebskindergarten der glaube ich in den neunziger Jahren jetzt noch gar nicht so viel ... in Anspruch genommen wurde.
00:14:09: Und daher waren wir vier Kinder auf zwei Erzieherinnen und deswegen konnten die sich ja auch um einen Säugling kümmern, das gute war natürlich ... Die konnten meine Mutter anpiepen dann kamen die hat mich gestellt es wieder arbeiten gegangen und so ein
00:14:25: Betreuungstraum.
00:14:26: Ja total, total fand ich auch also im Nachgang heute als er aber als Mutter denke ich, ist natürlich mega wenn man das hatten Und sollte es auch einfach mehr geben, weil's geht ja.
00:14:38: Naja auf jeden Fall das ... Warum man sich das?
00:14:41: Genau ich bin da irgendwie ein Stück weit ja auch aufgewachsen, seit ich denken kann war ich ja in Fremdbetreuung und die eine Erzieherin, die in dem Kindergarten-Warcher bis ich zur Vorschule gegangen bin also bis ich fünf war und die einer Erziehrin hat zum Beispiel auch immer von ihrer Frau gesprochen und so und deswegen war das für mich gab's so ganz viele Bilder, die ich gar nicht in Frage gestellt habe.
00:15:10: Weil ich damit aufgewachsen bin, dass Frauen und Frauen lieben das Männer-Männer lieben, dass die Mutter arbeiten geht... Also weißt du was ich meine?
00:15:20: Es kam erst später so, dass ich dachte so hey warum?
00:15:22: Warum
00:15:23: sind die anderen so komisch?
00:15:24: Warum sollte das jetzt irgendwie komisch sein?
00:15:27: oder genau auch dass Eltern getrennt sind und so und ich meine es sind so Themen Jetzt tatsächlich ja auch mehr sind.
00:15:35: Also jetzt gibt es häufiger getrennte Eltern und so Wechselmodelle oder was auch immer, aber damals noch nicht so oft also in meinem Freundeskreis auch, aber insgesamt vielleicht weniger als heutzutage.
00:15:55: Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht so genau, ich bin halt erländlich aufgewachsen und lebe jetzt aber mit den Kindern auch schon lange in Berlin.
00:16:02: Also irgendwie kenn ich's beide Welten, aber natürlich das eine aus Kinderperspektive und das andere aus Mutterperspektiven.
00:16:09: Und ich glaube auch dass das was mit Kindern macht wenn sie einfach mit einer Vielfalt um sich herum aufwachsen irgendwo sehen, dass verschiedene Modelle funktionieren.
00:16:21: Ich glaube das ist was Schönes, dass man einfach sehen kann, dass es sowohl dieses als auch das andere gibt und ich glaube aber, dass in diesem ländlichen Umfeld nämlich aufgewachsen bin... All diese Themen auch, nur die wurden halt nicht so sichtbar gemacht.
00:16:42: Also du wusstest irgendwie eigentlich schon genau das Nicht alle gleich sind und dass auch überall immer alles gut ist und das auch, weißt du?
00:16:51: Aber es wurde halt zwar nichts darüber man gesprochen hat wie man vielleicht nicht darüber gesprochen hat, dass jemand irgendwo eine Psychotherapie macht oder also was ist denn so, dass das Sachen sind wo man ... Oder ja, die haben sich.
00:17:04: erscheint dass dieses Hintervorgehalt nach Hand zu flüstern und das es einen natürlich allgemeinen Unterschied macht, ob man irgendwo was benennend und hinguckt.
00:17:14: Und sein darf?
00:17:16: Ja genau!
00:17:19: Aber wie schön auch weil das ist ja eigentlich das was du zu deinem Beruf gemacht hast.
00:17:23: also du hast ja zu deinen Beruf gemacht Zugang zur Diversität im Form von Informationsdiversität zu schaffen, also für Kinder und Jugendliche.
00:17:38: Das sind die Themen von Sklaverei bis zu Spinnenbeinen ist einfach voll gut.
00:17:47: Und bist du auch so Naturwissenschaftsmädchen jetzt gewesen in der Schule?
00:17:52: Also hattest du da schon Bock drauf?
00:17:56: Ja und nein!
00:17:58: Es hat mal eine Entwicklung muss ich sagen... glaube ich schon immer einen guten Zugang zu Naturwissenschaften gehabt.
00:18:07: Ich bin jemand, der sehr logisch denken kann an manchen Stellen auch sehr pragmatisch so.
00:18:14: Ich kann sehr gut bezahlen.
00:18:16: das war auch eigentlich von Anfang an so dass ich das gemerkt habe und bis heute
00:18:22: auch
00:18:24: also auch so.
00:18:27: Geometrie räumliches Denkvermögen also Sachen das war schon glaube ich recht früh eigentlich klar dass mir das liegt, aber ich brauchte tatsächlich so ein paar Lehrer und Lehrer die mir die Themen zugänglich gemacht haben.
00:18:46: Also in der Grundschule war es schon eher so, dass ich halt Deutsch mochte und Sprachen ... Und ich natürlich war auch sehr sprachenapfin, weil ich auch zweisprachig aufgewachsen bin.
00:18:57: Das ist ja ganz häufig so, dass man mit zwei Sprachen aufwächst und einen guten Zugang zu sprechen hat.
00:19:03: Das hab' ich nie hinterfragt.
00:19:05: Aber ich war in der Grundschule schon gesagt habe ich mal keinen Mathe und kann das gar nicht und so... ...und es stimmte eigentlich
00:19:11: gar nicht!
00:19:13: Weil
00:19:13: später hatte ich einen ganz tollen Mathelehrer und plötzlich habe ich Mathe geniebt.
00:19:18: So, das hat sich komplett gedreht Wirklich um hundertundachtzig Grad, muss man sagen.
00:19:24: Ich bin aus Berlin weggezogen, war auf dem Gymnasium und hatte auf einem Halbjahreszeugnis eine Fünfe in Mathe.
00:19:31: Nicht weil ich es nicht konnte, sondern weil ich das nicht mochte oder gedacht habe, was soll ich damit machen?
00:19:39: Und dann kam ich nach Brasilien in die neunte Klasse und hatte einen fantastischen Mathelehrer, der mir erklärt hat, wofür man das braucht oder dass eigentlich die ganze Welt ... irgendwie auch sich numerisch zeigen lässt, so mehr oder weniger.
00:19:57: Mein Stiefvater ist Physikprofessor und dann kamen auch noch dieser Einfluss mit rein und plötzlich fand ich es total großartig Mathematik zu machen weil das auch wiederum in allen Sprachen gleich ist.
00:20:12: Also ich habe, lieber Clarissa.
00:20:14: Ich hab noch nie in meinem Leben jemand mit so einem strahlenden Lächeln über einen ehemaligen Mathelehrer sprechen sehen und hören.
00:20:25: Also wirklich hier ein Herz zu sein!
00:20:30: Geht raus an deinen Mathelehrer.
00:20:32: Also wirklich, du hast gerade so gestrahlt.
00:20:34: Ja aber ich finde
00:20:36: das muss man ja auch wirklich mal wertschätzen.
00:20:38: Total!
00:20:39: Weil es ist so... Es steht und fällt ganz oft mit den Personen die das ja vermitteln.
00:20:45: Tausend Prozent also.
00:20:47: ich bin auch mal zur Schule gegangen.
00:20:49: Ich habe Kinder die zur Schule gehen und natürlich Wollte grad schon gedacht während du gesprochen hast, über Noten brauchen wir gar nicht reden.
00:20:58: Ob du jetzt ne Fünffattest sag nichts darüber aus?
00:21:00: Ob
00:21:00: du...
00:21:02: Ja also ganz offensichtlich hast du eine Leidenschaft für Zahlen das sieht man.
00:21:07: Ja
00:21:07: genau.
00:21:08: aber also Naturwissenschaften sind natürlich nicht nur Zahlen.
00:21:12: Ne
00:21:12: genau das wollte ich grade fragen.
00:21:13: Also bist du auch ein Naturmensch?
00:21:16: Ja auf jeden Fall.
00:21:18: Also Natur ist auf jeden fall etwas was mich immer wieder komplett runterholt und mich auch sehr erdet an der Stelle.
00:21:32: Sei es Feuer, Wasser oder Berge... Ich finde diese drei Sachen haben immer so was, also Wasser meine ich jetzt auch das Meer, wo du irgendwie denkst, boah krass!
00:21:43: Ich bin so klein und unbedeutend und wir alle sind das.
00:21:48: Und dann das nächste was mir aber auch ein bisschen Angst macht, ist dann das Weltall.
00:21:53: Ich find's unfassbar faszinierend, aber ich finde es auch unfassberbeängstigend so!
00:21:58: Das ist...ich bin hier so dankbar, dass du das sagst wirklich ...ich hab dieses Gefühl genau so.
00:22:04: Ja.
00:22:04: Ich finde es wirklich ganz oft einfach zu viel darüber nachzudenken.
00:22:09: Genau.
00:22:09: Aber deswegen Natur ist für mich schon so'n krasser Ankerne und es fing ja aus schon als Kind an Ich bin zwar in Berlin aufgewachsen, aber wir sind dann als ich sieben Jahre alt war nach Lichtenrade gezogen.
00:22:22: Das ist der südlichste Zipfel so im Tempelhof und waren so fünfzig Meter von der Grenze entfernt.
00:22:28: Es war eigentlich sehr dörflich, Kopfstein-Flaster.
00:22:32: Fünfzig Meter weiter ist der Wald, dann kommt Feld und Seen und Wiesen.
00:22:36: Da war es halt auch schon ein Telt of Leming Malo drin.
00:22:39: Aber trotzdem konntest du irgendwie ... von der Bahnungsstraße mit der S-Bahn in zwanzig Minuten am Potsdamplatz sein.
00:22:45: Und das war irgendwie für mich die perfekte Mischung, weil ich trotzdem sehr viel Freiheiten hatte alles mit dem Fahrrad gemacht habe.
00:22:51: Viel im Wald war, viel unterwegs war so in der Natur... Ich bin viel geritten als Kind dort dann selber hingefahren zweimal die Woche.
00:23:01: und wir sind also mein Vater, der mich großgezogen hat auch schon meinen erster Stiefvater.
00:23:09: Das war ein absoluter Naturmensch so.
00:23:11: Der konnte Autofahren, aber er hat das gehasst.
00:23:14: Entweder das Fahrrad genommen oder das Motorrad, weil der irgendwie draußen sein wollte bei Wind und Wetter.
00:23:22: Mit dem habe ich als ich elf Jahre alt war eine Fahrradtour gemacht um Berlin.
00:23:26: Wir waren fünf Tage unterwegs und haben Wildcampen gemacht.
00:23:30: Die haben sich eingebrannt.
00:23:32: Und es war total cool für mich auch für meine Entwicklung.
00:23:39: Der hat auch so was gemacht, wir fahren dahin und dann pflücken wir selber Erdbeeren.
00:23:43: Oder was wirklich einer meiner stärksten Kindheitserinnerungen ist, sind wir zu selbstschneide Sonnenblumenfelder
00:23:54: gefahren.
00:23:55: Und ich fand das so cool, weil ich da immer wie eine Irre glaubte mit vier oder fünf Jahren durchgerannt bin durch diese Sonnenbloomen.
00:24:04: Weil ich das so gut fand ... dass die einfach größer sind, als ich.
00:24:08: Ich mich dadurch auch wieder so klein gefühlt hab wie ein Käfer oder dieses Alice in Wonderland-Effekt, das dann plötzlich eine Blume größer ist als man selbst.
00:24:17: Von Bäumen kennt man das ja aber.
00:24:19: So Blumen ist da her.
00:24:21: Das fand ich an diesen Sonnenblumenfeldern immer richtig cool.
00:24:25: Ähm ... Ja also... Ich mach kein Yoga oder sowas.
00:24:29: Sondern
00:24:30: ich
00:24:31: mache dann irgendwas in der Natur um mich runterzuholen.
00:24:34: tatsächlich!
00:24:35: Psst, leise Goodie-Pause bevor es lodern weitergeht.
00:24:40: Der sonnigleichte Duft von Zitrone und Tonker – allein der Gedanke daran macht schon gute Laune oder?
00:24:46: Genau dieses Gefühl könnt ihr euch jetzt auf die Haut holen!
00:24:50: Clarissas Lieblingsprodukt das Glücksgefühle Körperöl ist zart zieht super schnell ein und hinterlässt dieses geschmeidige weiche Hautgefühl so eine Art Bodyhug in
00:25:02: Duftform.
00:25:03: Und jetzt das Beste Mit dem Code Clarissa Leise, wie immer alles groß und zusammen bekommst du das Körperöl im Primavera-Online-Shop zu deiner nächsten Bestellung geschenkt.
00:25:15: Pure Natur, pure Glücksgefühle – einfach so!
00:25:19: Alle Infos wie immer in den Shownotes.
00:25:21: Und jetzt viel Spaß weiterhin mit Lodern und Leise.
00:25:27: Hast Du irgendwo auf der Welt einen richtigen Lieblingsort?
00:25:30: Ja, hab ich.
00:25:33: Der heißt Itamambuka und das ist ein Strand in Brasilien, gehört zum Start von Sao Paulo.
00:25:40: Zwischen Sao Paolo Stadt und Rio de Janeiro an der Ostküste ist er.
00:25:45: Und das ist für mich der allerschönste Ort auf der Welt.
00:25:49: Klingt jetzt vielleicht ein bisschen bonsig.
00:25:51: War es aber wirklich nicht ... Meine Mutter hat sich einen großen Traum damit erfüllt.
00:25:55: Wir hatten da ein Strandhaus als ich so siebzehn war.
00:25:58: Sieht das gekauft?
00:25:59: Jetzt mittlerweile ist es wieder verkauft.
00:26:02: Das war jetzt so ein Ort, wo wir auch ... Ich mein, Sao Paulo kann man sich ja gar nicht vorstellen.
00:26:06: Wenn man da noch nicht war sind einfach achtzehn Millionen Einwohner.
00:26:09: also wenn du sagst Berlin ist groß das
00:26:11: ist halt einfach
00:26:12: immens und es ist eine ganz andere Dimensionen Und dann halt diesen Ort zu haben als ich da als Teenager gelebt habe Wo man einfach am Wochenende hin konnte Und dass bis heute so einen Ort wo ich ankomme und wirklich augenblicklich runterfahren kann und das kann ich sonst schwer Und da kann ich
00:26:33: das.
00:26:34: Bist du trotzdem noch mal da, auch wenn das Haus jetzt nicht mehr da ist?
00:26:37: Ja, als ich war vier Jahre nicht mehr dort und war gerade über Ostern dort... ...und hab wieder gemerkt wie kraftvoll dieser Ort für mich ist!
00:26:47: Und hast Du Deine Kinder schon damit hingenommen?
00:26:49: Genau mein Sohn war jetzt das erste Mal mit da und auch meinen Partner, der war da ja auch noch nicht.
00:26:54: Da habe ich die jetzt mitgenommen.
00:26:55: Mein Sohn ist ja auch erst zwei deswegen, da ich vier Jahre nix dabei war.
00:26:59: Gab's den doch vor, noch nicht, deswegen.
00:27:00: Und jetzt zum ersten Mal da.
00:27:06: Weil ich wollte ja auch ein bisschen mit dir über das Selbstständigkeit, Selbstständigsein reden und das ist ja ein Riesenthema auch mit Familie.
00:27:17: Also wenn dir das recht ist, dass wir auch darüber sprechen, was du tust und wie du arbeitest.
00:27:22: also könnte man ja auch gerade schon raushören, dass es eben auch sehr viel der ganzen Welt so stattfindet wahrscheinlich auch sehr zeitintensiv ist.
00:27:30: Und so, dann hast du auch ja irgendwie schon erzählt wie deine persönlichen Wurzeln sind und wie das jetzt gerade in deiner Arbeit einfließt und so... Wie bist Du so organisiert?
00:27:43: Wo stehst Du bei Dir selber in Deinem eigenen Leben?
00:27:46: Also hast Du einen ganz klaren Plan, dass Du sagst ich will das so machen oder bist Du, jonglierst Du hinter den Kulissen alles und wirkst nur so geerdet!
00:27:58: Diffuse Frage, sorry.
00:28:00: Also ich bin glaube schon ein recht organisierter Mensch aber du weißt es ja bestimmt auch selber.
00:28:10: wenn man selbstständig ist muss man trotzdem irgendwie eine hohe Flexibilität behalten und das führt halt auch dazu dass man natürlich auch Tage hat oder Wochen wo man irgendwie nur rum joggliert Keine Ahnung, versucht so alle Bälle noch in der Luft zu halten.
00:28:28: So ich glaube das ist ein ganz gutes Bild.
00:28:31: Das gibt's bei mir schon und dann.
00:28:35: Aber insgesamt würde ich trotzdem auch sagen dass sich ganz gut organisiert bin weil sonst wäre es Sonst würde ich glaube ich das Pensum an sich sogar nicht schaffen.
00:28:42: Ich kann ja mal ganz ehrlich sagen aktuell ist es so dass ich seit Ja seit eineinhalb Jahren jetzt allein verdienerin bin.
00:28:51: wer sind ja zu dritt.
00:28:53: Wir haben aber, wir leben auch in Patrick also mein Partner hat noch zwei Kinder aus der ersten Ehe die also ein Drittel des Monats auch bei uns leben und somit sind wir schon wirklich sagen eine fünfköpfige Familie
00:29:05: so.
00:29:06: Und genau seit einerinhalb Jahren haben wir uns dann eben entschieden dass wir uns so aufstellen weil ich erstens für mich meinen Beruf auch schon immer berufung war Noch nie so, dass ich das wirklich von meiner Persönlichkeit auch trennen konnte.
00:29:25: Aber natürlich weiß ich auch ... Dass es mir wichtig ist, Zeit mit meinem Kind zu verbringen oder meinen Kindern zu verbringen.
00:29:39: Warum sage ich das?
00:29:40: Meine Mutter hat viel für mich getan und alles für mich.
00:29:45: Aber ich merke heute, dass sie selber für sich das ganz schlimm finde, dass sie sehr wenig da war.
00:29:53: Ich empfinde es gar nicht so, muss ich sagen.
00:29:55: Als ihre Tochter sage ich ihr auch ganz oft.
00:29:57: Ich hatte nie das Gefühl, dass du jetzt nicht da warst.
00:30:01: Du warst zwar physisch oft nicht da ... Aber ich merke, dass Sie das schon stark beschäftigt.
00:30:09: Dass Sie das Gefühl hat, die Zeit kriegt sie halt nicht mehr zurück oder so und ... Ja, da versuche ich auch immer wieder so eine Balance zu finden und das ist aber nicht immer so einfach.
00:30:24: Also danke fürs Erzählen.
00:30:28: also es macht mich auch im guten Sinne betroffen weil ich da eben auch sehr aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven mit fühlen und drauf gucken kann und ich finde es beschreibt ja aber auch so wunderbar glaube ich, ein total allgemeinen Konflikt in dem so viele Mütter oder auch überhaupt Eltern-Menschen sind.
00:30:55: wann ist es der Moment, den man genießt?
00:30:58: Wann ist der Moment wo man wirklich gebraucht wird?
00:31:00: und dann ist der moment wo man da sein will.
00:31:02: Und dann aber gleichzeitig... Also einmal natürlich ist das auch eine Ressourcenfrage und eine Privilegien-Sache.
00:31:10: also deine Mutter hat ja auch gearbeitet um euch zu ernähren.
00:31:16: Sie sagt so sie hat auch Karriere gemacht, aber sie hat ihr als Familie getragen Und ich finde, dass es ja auch darum geht zu sagen.
00:31:27: Es gibt hier auch eine existenzielle Absicherung und dann ist aber gleichzeitig zum Beispiel jede Art von Selbstfürsorge egal ob das eben in deinem Fall... Du sagst, das ist auch eine Berufung.
00:31:39: Das heißt, die Berufung ist etwas dem man nachgehen muss damit es einem gut geht.
00:31:48: Also wo man sonst einen ganz großen Teil unterdrückt wenn man das nicht... macht.
00:31:53: Was wunderschön ist, ein großes Privileg in seiner Berufung arbeiten zu dürfen.
00:31:58: Absolut!
00:31:59: Das merkt man dir aber auch total an.
00:32:02: Man sieht es dir beim Sprechen an und natürlich dann sagen ja meine Mutter hat das so gesehen und jetzt hast du noch eine junge Mutter und das berührt mich halt sehr weil ich eben auch schon sagen kann ja ich kenne diesen Konflikt Es passt auch gerade so gut zu unserem Titel, dass ich sage, selbst wert ist dann ja wieder die andere Frage.
00:32:27: Was tust du damit du dir selber gut tust?
00:32:30: Oder was ist deine Form der Wertschätzung?
00:32:33: Das wäre jetzt noch eine Frage an dich.
00:32:39: Also genau das meine ich ja auch.
00:32:43: Als ich mich mit meinem Partner hingesetzt habe und sagen muss ... Das Wundervoll war, dass er auch von Anfang an das total so verstanden hat.
00:32:52: Und mich verstanden und gesagt hat, es ist ja totaler Quatsch, dass du das was du dir jetzt irgendwie zehn Jahre aufgebaut hast.
00:33:01: Irgendwie aufs Spiel setzt.
00:33:04: Sondern es ergibt total Sinn, dass wir alle und damit meint er unsere gesamte Familie dich ja unterstützen und Dass Du halt das weiterführen kannst Weil du es liebst.
00:33:18: und das sage ich auch.
00:33:19: Ich habe einen absoluten Traumjob für mich, es gibt jeden Tag...
00:33:23: Es
00:33:23: gibt keinen einzigen Tag wo ich aufstehe und nicht weiß wofür ich es mache oder dass ich das Gefühl habe was für ein Quatsch.
00:33:33: Klar bin ich auch mal müde, klar hab' ich auch einmal keine Lust oder so.
00:33:35: Das meine ich nicht damit.
00:33:36: aber dieses große Ganze dahinter, das habe ich halt nie in Frage gestellt Und das ist ein großes Privileg wenn man das irgendwie für sich schafft.
00:33:46: Ich muss ehrlich sagen, da guck ich auch in meine eigenen Kolleginnen und Kollegen manchmal.
00:33:51: Dass mich das ärger
00:33:52: z.B.,
00:33:52: wenn ich Radio höre ... Und dass ja immer alles so dahin getrimmt wird.
00:33:56: Ja noch zwei Stunden, dann ist Feierabend!
00:33:59: Endlich Wochenende hoch die Hände-Wochenhände.
00:34:02: Das wird ja in dieser Gesellschaft so krass vermittelt.
00:34:06: Boaharbeit ist scheiße.
00:34:08: Leben ist nicht Arbeit.
00:34:10: Weißt du was ich
00:34:10: mein?
00:34:11: Und ich mich zähle auf das.
00:34:13: Ich wüsste gerade voll im Auto, weil ich ihn nur im Auto ... Und dann ist genau
00:34:17: diese Sprüche.
00:34:19: Ja, und du denkst ja so... Was soll das Leute?
00:34:22: Das Beste ist doch wenn deine Arbeit sich nicht anfühlt als wäre es irgendwas Anstrengendes oder so.
00:34:29: Ich mag auch diesen Begriff von Work-Life Balance nicht weil das ist ja auch so Trend.
00:34:33: So dass eines worken und des Anderes live.
00:34:35: Als wärst du irgendwie tot wenn du arbeitest.
00:34:39: Es ist halt ein super Privileg wenn du das sagen kannst.
00:34:44: Ich gehe da komplett mit, weil ich das aber auch weiß dass ich etwas machen darf was mir selber so viel Spaß macht und wo ganz für Leidenschaft drin ist.
00:34:54: Und ich glaube das ist so super schwierig einerseits genau das auch voranzutreiben und Menschen das auch zu vermitteln.
00:35:00: oder eben gerade weil du ja auch so viele wirklich deine Arbeit sich an Kinder- und Jugendliche richtet bist du natürlich dann nochmal Also eine viel größere Vorbildfunktion als ich, die das vielleicht für ihre eigenen Kinder ist.
00:35:15: Aber dass natürlich eben auch klar ist, dass es nicht jedem vergönnt oder der Zugang dazu gar nicht immer so leicht ist da hinzukommen wo man mit seinen Talenten und Ressourcen irgendwie hin möchte.
00:35:32: Und das ist natürlich auch ein Anteil der Menschheit gibt, die wirklich arbeiten müssen ohne das Privileg zu haben, dass sie diesen Breitenschaft tun.
00:35:42: Total!
00:35:43: Ich verstehe aber, was du meinst mit diesem Lifestyle zu sagen?
00:35:48: Ja, schon wieder Montag und so... ich glaube es ist ein sehr deutsches Bild von irgendwie irgendeiner... Keine Ahnung, irgendwo in einem bürokratischen Kontext eine Kaffeetasse, die so wann ist endlich wieder Freitag?
00:36:04: Genau.
00:36:05: Ja genau also ich gehe da total mit und will auch nicht sagen dass es jeder schafft irgendwie sein Hobby zum Beruf zu machen oder seinen Beruf als Berufung zu sehen.
00:36:14: aber ich bin mir ziemlich sicher das ist dann auch für die Menschen nicht unbedingt hilft das dann noch stärker so zu Trigger und sozusagen so ja alles scheiße wenn man arbeitet weil Ich meine, ich erinnere mich auch an Zeiten als ich studiert habe.
00:36:33: Und dann hab' ich auch bei Edeka in der Kasse gearbeitet und ich hab' auch gekennert – und ich würde allen sagen macht es bitte einfach mal auch um diese Erfahrung zu sammeln!
00:36:44: Und ich muss auch da sagen... Auch da hatte ich wirklich tolle lustige schöne Momente.
00:36:52: natürlich muss man immer alles so im Gesamtkontext sehen Das ist mir klar.
00:36:58: Und ich will jetzt auch gar nicht sagen, dass man nicht mal irgendwie seine Arbeit in den Chess finden kann, wo Gottes Willen...
00:37:09: Du bist eine Macherin!
00:37:12: Das steht außer Frage.
00:37:13: Du bist ne Macherinn und du stehst da berein zu sagen so ey let's go Ich will Ergebnisse sehen.
00:37:19: Das ist auch nichts Schlechtes.
00:37:21: Ich finde das total spannend.
00:37:22: Ja, schon klar!
00:37:23: Also ich glaube einfach... weil du nach Selbstwert gefragt hast und ich glaube der größte Selbstwert den man sich geben kann ist ehrlich zu sich zu sein, zu reflektieren und wenn es einem nicht gut geht mit was auch immer Es zu verändern.
00:37:38: Und
00:37:40: das ist das was ich damit sagen möchte also dass es Dass es der größten Selbstwert ist wenn du dich aus Blöden Situationen versuchst, rauszuholen.
00:37:52: Was auch immer das bedeutet und welchem Bereich auch immer dass in deinem Leben so ist.
00:38:00: aber das ist für mich finde ich der größte Selbstwert die du machen kannst.
00:38:06: Verantwortung zu übernehmen oder zumindest es auch zu versuchen eine Verbesserung für dich zu erzielen.
00:38:14: Das ist ja der größste Selbstwert finde den man sich geben kann.
00:38:21: Ich werde ja auch oft gefragt, wo siehst du dich in fünf Jahren oder in zehn?
00:38:26: Für mich ist die Antwort immer, ich habe aufgehört mir darüber Gedanken zu machen sondern eher versuche ich einfach
00:38:35: regelmäßig
00:38:36: mich zu reflektieren und auch zu versuchen wirklich aus einem Hamsterrad rauszukommen und einfach mal zu gucken.
00:38:41: so ist das cool.
00:38:41: noch was du machst, wie du's machst.
00:38:43: Gefällt es dir?
00:38:44: Fühlst du dich
00:38:45: wohl?".
00:38:46: Und wenn nicht über einen sehr langen Zeitraum die Antwort nein ist, dann musst du etwas
00:38:51: verändern.".
00:38:53: Also hab ich mir selbst gesagt.
00:38:55: Dann würde ich was verändern und dann würde ich halt gucken wollen okay... Was ist das denn so?
00:39:00: Ich finde das total spannend, dir zuzuhören.
00:39:03: Weil du etwas sagst was ja auch viele andere Menschen schon mal irgendwie für sich so entdeckt haben und zu sagen hey ich bin irgendwie für mich verantwortlich und ich muss irgendwie was ändern.
00:39:13: Ich kann nicht darauf warten dass andere das tun.
00:39:15: aber bei dir klingt es tatsächlich auch so wissenschaftlich.
00:39:20: Also es klingt so sehr rational.
00:39:23: Das finde ich ganz schön.
00:39:25: Es ist gar nicht so.
00:39:26: Ja dann habe ich das gefühlt.
00:39:29: Also das ist so.
00:39:30: wenn dann, also fast wie eine Programmiersprache.
00:39:34: Wenn da eine Sackgasse ist, muss sich nach rechts gehen und wenn da die Sack-Gasse ist gehe ich zurück und gehe links.
00:39:40: Ja okay gut!
00:39:42: Ich weiß mir ist bewusst dass es nicht immer so einfach ist.
00:39:44: aber ich habe auch gesagt... Aber
00:39:45: bist du ein bisschen
00:39:46: so?
00:39:46: Ich bin total so.
00:39:48: Das gebe mich auch hinzu.
00:39:50: Ich bin wirklich ein krasser Pragmann manchmal in solchen Punkten und trotzdem hoffe ich auch Dass meine Freunde mir das auch bestätigen, ich auch schon eine gute Zuhöhre in der Bildung.
00:40:04: Und mich auch es sehr in Menschen hineinversetzen kann.
00:40:07: aber ... Aber ja also manchmal bin ich schon sehr pragmatisch.
00:40:13: Vielleicht auch so pragmatisches kann sein.
00:40:15: Aber nobody ist perfekt!
00:40:18: Wenn du sagst, dass du für deine Freunde da bist, dann bist du halt die Pragmatische in der Freundesgruppe.
00:40:24: Also das Schöne an Freundschaften ist ja, dass man gar nicht unbedingt dieselben Persönlichkeiten haben muss, sondern dass man sich auch mal was spiegelt und einem jemand den Kopf wäscht oder vielleicht eine Person nicht so gut zugeben kann, dass sie mal Trost braucht und die andere ist aber für ganz empathisch und geht von alleine auf den anderen zu.
00:40:50: Und du bist dann vielleicht, die sagt so ja was ist die Lösung?
00:40:53: Ja genau!
00:40:54: Was soll ich tun?
00:40:55: Was ist dein
00:40:56: Plan?".
00:40:57: Ja,
00:40:58: ja.
00:40:58: Ich gebe auch zu manchmal... Manchmal ist es auch unpassend und das ist dann auch okay mir das zu spiegeln.
00:41:03: also mein Partner sagt zum Beispiel auch manchmal der sagt so herauf du musst!
00:41:07: Es geht doch gar nicht darum dass du die Lösung findest und ich sage achso nicht!
00:41:10: So ne,
00:41:10: jetzt
00:41:11: geht einfach darum dass ich dir das Problem öffnet habe oder.
00:41:17: das heißt aber nicht dass du's lösen musst und ich sag ok gut!
00:41:20: Manchmal muss er mir das wirklich sagen oder auch Freunde sagen Nein, du musst es jetzt nicht lösen.
00:41:25: Ja gut weil ich habe das Gefühl ich kann's nicht löseln.
00:41:27: die so ja ist auch nicht deine Aufgabe.
00:41:28: okay gut.
00:41:29: Das ist schon so.
00:41:30: ich bin krass lösungsorientiert.
00:41:31: Ich hab dieses durchgestrichene Gleichzeichen habe ich gerade so dieses Ungleich.
00:41:37: Du musst hier nicht ein gleiche
00:41:45: entstehen.
00:41:46: Ja genau.
00:41:46: Okay klar.
00:41:46: Also ich mag ja diese Fragestellung, wenn man so darüber spricht.
00:41:52: Das sind irgendwie schöne Fragen die man sich zwischenmenschlich einfach so stellen kann ist ja auch generell eine Frage was brauchst du?
00:42:01: Die liebe ich sehr.
00:42:02: Ich weiß, kann mich genau an dem Moment erinnern als mir diese Frage das erste Mal gestellt wurde mit diesem Was brauchst Du und in Gesprächen wo vielleicht irgendeine Problematik besprochen wird, gibt es ja auch diese Frage was brauchst du Komfort oder Solution?
00:42:19: Also brauchst Du Trost oder brauchst Lösung?
00:42:23: Fällt mir jetzt einfach nur so als Gedanke dazu ein.
00:42:29: Ich kenne viele Menschen, die diesen Lösungsdrang haben.
00:42:33: Und auch da ... Das ist ja manchmal zwischenmenschlich schwierig.
00:42:37: dann jemand sagt so was ich möcht.
00:42:38: Aber mich kann nicht mal nur mimimi sein und jemand sagt hast du das probiert?
00:42:43: Nein, ich will es aber grad einfach, dass ich dir auch ein bisschen leidtue.
00:42:49: Ja, total.
00:42:50: Ich bin zum Beispiel auch jemand der sehr gerne ... kurz und kräftig weint.
00:43:01: Also
00:43:02: ich bin hier, das ist für mich ein Ventil.
00:43:06: Und weil ich einfach das Gefühl liebe wenn ich mich so richtig ausgeheult habe hab ich einen ganz neues Energiegefühl und ich weiß dass ich das bekomme und deswegen gebe ich mich manchmal auch wirklich da rein wenn ich merke ich muss das jetzt machen Schnell auch, ob durch mein System geschaffen wird.
00:43:31: Wieder effizient.
00:43:33: Total ist das Ding wieder so.
00:43:35: Mega rationale wirklich.
00:43:37: Effizientes Traurigsein.
00:43:39: Genau!
00:43:40: Okay?
00:43:42: Aber es ist für mich total...
00:43:45: Es geht von nicht total auf.
00:43:49: Wirklich.
00:43:51: Ich weiß nicht was ich sagen will, dass man jedes Gefühl seine Daseinsberechtigung hat und ich auch eher jemand bin, der ermutigen würde das zu fühlen.
00:44:05: Und sich zu geben mehr oder weniger an das Gefühl.
00:44:11: Das anzunehmen als es zu verdrängen.
00:44:17: Auch wenn's so klingt, auch wenn ich jemand bin der irgendwie pragmatisch klingt... Ich bin zum Beispiel niemanden, der irgendwas verdrängt.
00:44:24: Ich nehme das schon auf Ich nehme es ganz bewusst wahr und ich benenne das auch.
00:44:28: Ich bin jetzt traurig, wütend...
00:44:31: Aber ich finde es passt gut zu dieser Rationalität also dass du halt sozusagen einfach als Naturwissenschaftlerin alle Polaritäten anerkennst.
00:44:42: Es ist schön, dass du sagst, ich bin Naturwissenschafterin wäre ich auf dem Papier ja eigentlich nicht aber ich beschäftige mich mit Naturwissen.
00:44:51: Also die Maus kann dir doch bestimmt so einen kleinen ... kleines Abzeichen, basteln, wenn du einen Titel hast.
00:45:04: Das ist ein Erendoktor von der Mausakademie.
00:45:08: Das macht dich zum Naturwissenschaftlerin!
00:45:15: Ich kann alles ein bisschen nichts richtig, sage ich immer.
00:45:17: Aber das ist auch ein skilles, richtiger Skill und dafür könnte man auch schon akademischen Tieren verkaufen.
00:45:24: Und du hast das Interesse?
00:45:26: Also an dem Gedanken finde ich eben spannend und das ist ja das Schönste was du direkt am Anfang erzählt hast für dieses Feedback von denen... Jugendlichen oder jungen Erwachsenen bekommen, die sagen so du bist meine Kindheit und wegen dir das und das studiert.
00:45:43: Also zu sagen Du darfst dich interessieren.
00:45:47: Und zwar du darfst dir eine Sendung gucken für die kriegst du keine Schulnote oder du kriegts keinen Aufkleber in den Hausaufgaben hebt sondern du darf sie aus Interesse schauen.
00:45:57: Du darf vor allem Fragen stellen.
00:45:58: Ja.
00:46:00: Du sollst sogar Fragen stellen.
00:46:02: ich glaube dass ist eigentlich das was sich am Liebsen vermitteln möchte, steil fragen bis du es verstanden hast.
00:46:11: Ja das liebe ich sehr.
00:46:14: Das fläste ich auch für mich auf alles anwenden und das kann man ja auch wieder in einem Gespräch.
00:46:20: Wenn ich was nicht verstanden habe wie hast du es gemeint?
00:46:22: kannst du mir noch
00:46:23: mal erklären?
00:46:25: Oder manche Menschen sagen ihren Namen und dann verstehe ich den nicht, traue ich mich nicht nachzufragen.
00:46:30: Und vernuschel denen statt einfach noch mal zu fragen zu sagen, kannst du mir deinen Namen heute nochmal ganz genau sagen?
00:46:37: Ich möchte ihn richtig aussprechen!
00:46:40: Das ist eine Schamgrenze die einem vom Fragen
00:46:42: abhält.
00:46:42: Total oder auch in Konflikten finde ich der Ansatz total wertvoll wenn man sagt okay... Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden in dem Moment.
00:46:51: Wie hast du's denn gemeint?
00:46:52: Also auch da wieder wirklich zu fragen und dadurch ja auch offen zu sein für eine Antwort, weil manchmal fragen Leute ja auch rhetorische Fragen oder eigentlich will ich nur die Antwort hören.
00:47:03: aber dann ist keine ehrlich gemeinte Frage sondern dann suchst Du ja nach einer Bestätigung Und Auch das ist halt einfach ein Unterschied jetzt wirklich neugierig zu fragen Und auch zuzugeben so Ich weiß es nicht
00:47:16: Hast Du dazu schon mal eine Sendung gemacht Zu dieser Art von Kommunikationsthemen, also zu sagen wenn du ehrlich fragst und sowas.
00:47:25: Weil ich finde das total spannend weil es ja gerade auch so Kinder- und Erwachsenenbeziehungen oder Jugendliche und Erwachsene Beziehung total prägt was sehr super schön ist wenn Eltern zum Beispiel auch mal Erwachssende sagen können Ich weiß es nicht oder so und deswegen habe ich mich grad gefragt ob Du zum Thema Kommunikations vielleicht schonmal eine Sendung gemacht hast.
00:47:49: Also nicht explizit jetzt zu dem Thema, aber ich habe ja angefangen vier Jahre mit dem Kummerkasten.
00:47:55: Das war ein Beratungsangebot für Proteins also zehn bis treizehn ungefähr und das waren ja auch viele Themen die sage ich mal vielleicht auch eher schwierigere Themen.
00:48:04: anführungsstrichen waren so Schambesetze Themen, angstbesetzende Themen, Pubertätsthemen.
00:48:11: Themen die du vielleicht nicht mit deinen Eltern besprechen möchtest und so.
00:48:14: Und da hatten wir auf jeden Fall auch Themen wie Konflikte mit den Eltern natürlich ein Riesenthema in der Pubertäte.
00:48:23: Wie aber auch zum Beispiel Scheidung von den Eltern und so.
00:48:28: na?
00:48:28: Da sind häufig so Kommunikationstheme Hacks wie auch immer mit eingeflossen, aber es gab jetzt nie so eine konkrete... Sendung zu Thema, wie kann ich gut Konflikte lösen?
00:48:41: Sondern es waren immer mal Teilaspekte auf jeden Fall.
00:48:44: Aber eine große Verantwortung dann ...
00:48:46: Absolut ja!
00:48:47: Das war oder ist immer noch in allem, ehrlich gesagt in allem was sich mache denke ich das schon auch mit was für eine Verantwortung ist gerade wenn du dann eben das Feedback kriegst okay Du bist meine Kindheit das bedeutet der auch irgendwie Ich hab sehr viel Einfluss einfach auf diese jungen Leben.
00:49:10: Und
00:49:11: sei pipi, nicht Annika?
00:49:15: Genau!
00:49:16: Aber du kannst auch Annika sein.
00:49:17: Du
00:49:17: kannst auch Anika sein... Also Annika ist cool.
00:49:24: Aber ja voll.
00:49:27: Ich finde insgesamt bringt der Job natürlich eine große Verantwortung und das ist zum Beispiel wenn ich jetzt mal so auf sowas Aktuelles komme.
00:49:34: Wobei ich mir schon auch starke Gedanken mache, ist natürlich was gerade in den sozialen Netzwerken abgeht.
00:49:40: So was es da auch für Influencerinnen gibt und Ich habe das Gefühl dass viele sich diese Gedanken gar nicht machen so Was strahle ich damit aus?
00:49:51: Was gebe ich damit weiter?
00:49:52: Welche Werte halte ich damit hoch?
00:49:56: Das macht mir auch große Sorge oder auf jeden Fall etwas wo ich versuche wie manchmal im Gegengewicht zu geben.
00:50:07: Aber das ist ja, ich glaube, dass darfst du nie unterschätzen.
00:50:10: Also egal ob du Person des öffentlichen Lebens bist oder wirklich eben einfach nur ein einzelner Mensch in einem privaten Kontext, also dein eigenes Sein strahlt automatisch immer auf die Menschen ab mit denen du bist.
00:50:24: und wie schön, dass du dir dessen bewusst bist weil du einen hohen Wirkungsgrad und so einen großen Kreis von Menschen hast.
00:50:35: Und
00:50:35: aber da denke ich einfach generell, also es hat ja immer schon Menschen gegeben die sich genau darüber keine Gedanken gemacht haben.
00:50:41: Es habt immer Gegenpole gegeben und zu wissen nach dass du noch deinem eigenen Wertesystem lebst und das auch vorlebst ist finde ich auch was ganz Wunderbares so ne?
00:50:55: Also dass das ja auch eben etwas ist, was gar nicht zu unterschätzen ist.
00:50:58: Das reicht ja manchmal eine einzige Begegnung mit irgendjemandem gehabt zu haben.
00:51:03: Also so wie du von dem Mathelehrer gesprochen hast, der ist ja in dem Sinne auch kein krasser Lebensbegleiter jetzt.
00:51:11: Und trotzdem hast du den relativ früh einfach jetzt in unserem Gespräch erwähnt weil er eben so ein Weichensteller war in deinem Leben und das ist total cool, weil ich glaube das kannst du auch sein.
00:51:25: Ja.
00:51:26: Ich hoffe
00:51:27: es!
00:51:27: Schön Clarissa, was ist denn mit dir selber und dem social medialen?
00:51:32: Also wir haben jetzt gerade darüber gesprochen, dass du welche Rolle du spielst eben für die Menschen, die dir folgen oder deine Beiträge sehen.
00:51:42: Aber bist du selbst auch Konsumentin?
00:51:47: Ja also auf jeden Fall bin ich auch konsumentin.
00:51:54: Ich gebe aber ehrlich zu das ich in so seit zwei bis drei Jahren schnell so ein Erschöpfungsgefühl bekommen.
00:52:05: Also ich konsumiere das schon jeden Tag, ich habe auch eine gute Bubble, sage ich mal für mich, ne wichtige Bubble auch weil ich das eben auch dort wie alles irgendwie nicht nur aus dem privaten Kontext heraus konsumere sondern vielmehr auch aus einem Beruflichen und eben auch schaue was geht da ab?
00:52:24: Was ist gerade auch einfach angesagt?
00:52:25: So was sind Trends Nicht mehr und so.
00:52:30: Aber ich merke auch, dass es mich zu... Ja, das es mich auch schnell runterziehen kann.
00:52:44: Und da...
00:52:45: Inhaltlich oder in der Fülle?
00:52:48: Ich glaube, das
00:52:50: ist ja so eine Kombination aus beidem.
00:52:55: Inhaltig klar!
00:52:56: Da gibt's Sachen die einen super schnell runter ziehen, da muss man gar nicht viel gucken.
00:53:02: Und ich hab aber auch einen Erschöpfungsmoment von zu viel.
00:53:06: Also wo ich denke, jetzt habe ich mir irgendwie innerhalb einer Stunde mich mit ... ... achtzig unterschiedlichen Themen beschäftigt weil man das im Durchschnitt sechs Sekunden sich anguckt oder so.
00:53:19: Das ist so
00:53:19: krass, wenn du das sagst!
00:53:21: Ja, das ist ja eine total realistische Zahl, aber wenn du die so aussprichst...
00:53:24: Das ist tatsächlich eine
00:53:27: hervorragende
00:53:28: Zahl.
00:53:29: Also Jugendliche sind um die Neunzig Minuten am Tag bei TikTok.
00:53:37: Und der Durchschnittsblick liegt bei drei Sekunden oder so, dann kannst du ja hochrechnen wie viele Videos sie sich angucken in der Zeit und das ist jedes Mal ein anderes Thema.
00:53:56: also es ist nicht so dass es weitergeht sondern Oh, Katzenvideo.
00:54:01: Krieg ich immer Osten?
00:54:02: Oh!
00:54:03: Keine Ahnung... Die besten Beautyhacks.
00:54:05: Oh!
00:54:06: Das neueste Outfit.
00:54:07: Oh.
00:54:08: Hundebabys.
00:54:09: Oh, keine Ahnung irgendwas zu Tierarzt.
00:54:11: Also weißt du es ist ja
00:54:13: so völlig grand
00:54:14: für mich
00:54:14: abgeholt
00:54:17: und so geht das dann irgendwie im Gehirn.
00:54:19: und also ich habe das auf jeden Fall.
00:54:22: Ich bin auch sehr wissenschaftlich interessiert daran, was das noch so mit unseren Gehirnen machen wird.
00:54:30: Weil das ja einfach jeden Tag so ist – auch bei mir!
00:54:34: Auch ich konsumiere es jeden Tag.
00:54:35: Ich bin jemand der natürlich aktiv viel Macht auf Social Media.
00:54:41: Ich mache sehr wenig privat weil ich's nicht fühle.
00:54:46: Bin ich ganz ehrlich?
00:54:47: Also für mich ist das total... Ich fühle mich total unwohl, wenn ich irgendwo in der Öffentlichkeit stehe und irgendwann so mein Handy labe.
00:54:55: Das fühlte mich wirklich unwohl!
00:54:57: Ich glaube, ich habe in meinem Leben erst fünf Fotos von meinem Essen gemacht, die ich dann auch immer wieder gelöscht habe weil ich keinen Speicherplatz mehr auf meinem Handy hatte und dachte so... Warum habe ich das getan?
00:55:09: Ich hab's auch nie gepostet, ich hab sie mal fotografiert.
00:55:13: Das macht man jetzt
00:55:17: so!
00:55:21: Aber natürlich aus einem beruflichen Kontext drehe ich trotzdem viel mit dem Handy, lade viel hoch präsentiere mich dort und Trotzdem suche ich immer wieder nach einem Inhalt, den ich dort auch präsentieren kann.
00:55:38: Weil
00:55:39: das
00:55:40: andere fühle ich nicht.
00:55:41: Aber das ist eigentlich das was man dort auch sucht.
00:55:43: Also ich selber konsumiere das auch.
00:55:46: Dass sich mir irgendwie anhöre wie irgendjemand irgendwas einfach da rein erzählt und dass ziehe ich mir rein.
00:55:52: Aber ich selbst mache es nicht weil ich's nicht fühle.
00:55:55: Das ist irgendwie ganz vielleicht auch ein bisschen Paradox aber... Das ist so mein Verhältnis dazu.
00:56:03: Tatsächlich irgendwie...
00:56:06: Aber wenn du sagst, naja, du produzierst ja auch selber Inhalte und lädst hoch?
00:56:11: Also dann kommst du natürlich trotzdem ja auch irgendwie auf einen gewissen Zeitraum am Tag der wahrscheinlich sehr viel Screentime hat und also digital ist.
00:56:20: Was ist da so am ehesten dein Gegenpol?
00:56:23: Was machst du um dem etwas entgegen, also im Balance zu bleiben?
00:56:30: Ich mache Sport.
00:56:33: Wobei auch da kommt es drauf an, was für Sport ich mache habe ich eigentlich auch Screentime.
00:56:39: Weil ich mache gerne auch so Homeworkouts wo ich mir dann halt etwas angucke, was ich danach machen kann.
00:56:46: aber ich gehe zum Beispiel super gerne laufen und gerade wenn das Wetter schöner ist genieße ich das total.
00:56:56: Das ist schon ein Gegenpol.
00:57:00: Ich hör viel Musik oder höre dann auch was.
00:57:03: Kann man natürlich jetzt auch irgendwie so eine Form von Medienkonsum, aber ohne Bilder ... Oder ehrlicherweise hab ich immer wieder am Tag, wenn ich zu Hause arbeite beispielsweise sitze ich ja eigentlich auch nur am Computer oder am Handy oder bei das Parallel und dann habe ich einfach einen Moment wo ich sage okay jetzt spiele ich hier mit meinem Sohn eine Stunde und baue duplo oder mach irgendwas Haptisches oder wir kneten herunter.
00:57:31: Das stecke ich mir auf ganz bewusst ab und dann ist das Handy auch weg für die Stunde, so wie ich sage.
00:57:37: Ist mir jetzt egal?
00:57:38: Wir kneten eine Stunde malen oder bauen irgendwas oder gehen raus auf den Spielplatz.
00:57:45: Wir haben zum Glück einen Spielplatz auf dem Gelände.
00:57:50: Selbst da muss sich mein Handy mitnehmen weil ich nicht wirklich das Gelände verlasse.
00:57:56: Das mache ich sehr bewusst Und ich glaube, das ist der Unterschied.
00:58:00: Ich bin auch gar nicht so jemand, der sagt, oh wow, auf gar keinen Fall Screentime, sondern es kommt ja mal drauf an was man damit macht.
00:58:06: Es ist ja auch utopisch zu sagen, ich arbeite seit Jahren von zu Hause oder unterwegs, hybrid, hybrid nicht mehr, sondern nur remote eigentlich.
00:58:18: und ist ja ook utopischer zu sagen keine Screentalme weil ich mache alles irgendwie über den Screen
00:58:25: Und es ermöglicht dir dadurch ja auch Freiheit.
00:58:27: Genau, es gibt mir total viel Freiheit absolut.
00:58:29: und deswegen ich glaube ist es eher wichtig sich bewusst zu machen was mache ich da eigentlich gerade?
00:58:35: So habe
00:58:36: ich mich jetzt ernsthaft eine Stunde lang wenn das mein Kopf geschwitzt zwischen Duty-Tipps Katzenvideos Krieg und I don't know Die verrücktesten Sachen irgendwelche tanzenden Menschen oder was auch immer Da ja einfach diese Fülle.
00:58:57: Ich bin total... Also das ist irgendwie echt absurd, dass ich so geschockt bin davon wenn du mir das gerade so aufsagst obwohl es ja wirklich was ist, was ja überhaupt kein Geheimnis ist.
00:59:07: aber auch diese Zahl grade nochmal glaube die nehme ich auf jeden Fall mit aus diesem Gespräch um.
00:59:13: also das wird mir das nächste mal glaube ich sehr bewusst sein, dass sich darauf achte wie lange Wie viele Sekunden Aufmerksamkeit widme ich jetzt irgendeiner Story und dann der Nächsten?
00:59:25: Also da hast du, glaube ich gerade bei mir echt einen Punkt getroffen.
00:59:30: Ja!
00:59:30: Du kannst ja mal überlegen wenn du dir so eine halbe Stunde bei Social Media scrollt bist... Dann mal zu probieren das habe ich auch schon einmal gemacht Versuchen aufzuschreiben, was du dir gerade alles angeguckt
00:59:42: hast.
00:59:42: Oh mein Gott!
00:59:43: Das
00:59:43: viele Informationen du aufgenommen hast so einfach nur als Selbstexperiment finde ich total spannend weil... Also ich kriege auch viel Inspiration dadurch.
00:59:55: Das will ich jetzt
00:59:56: gar nicht abtunen... Ich fühle mich total inspiriert davon, aber gleichzeitig denke ich auch so, Gott, ich hab' jetzt schon Angst vor den Ergebnissen!
01:00:05: Ja
01:00:05: gut.
01:00:07: Ich glaube du hast gut subtil bei mir gerade ein paar Knöpfe gedrückt die meinen Social-Media-Konsum auf jeden Fall nochmal in einem anderen Licht erscheinen lassen.
01:00:19: Da sag' ich schon mal Danke.
01:00:24: Hast du ein bisschen Glücksgefühl aufgenommen?
01:00:26: Total,
01:00:27: ja schon.
01:00:28: Ich habe auch viel gelacht!
01:00:30: Ja also das ist mir aufgefallen dass es so wirklich so unerwartet fröhlich geworden ist und man weiß nie wie tief so ein Gespräch geht.
01:00:40: Man kann ja auch manchmal sehr ernst bleiben und wir haben auch glaube ich sehr ernst angefangen.
01:00:44: Genau das fand ich sehr schön.
01:00:46: Es hat mir Spaß gemacht.
01:00:50: Clarissa, also für mich war es eine ganz wunderbare Begegnung.
01:00:54: Ganz herzlichen Dank und super schön, dass du hier warst!
01:00:59: Vielen Dank, ich hatte's auch sehr gefreut.
01:01:03: Das war Lodand & Leise Ein Podcast von Primavera Deinem Bio-Pionier für Aromatherapie und Naturkosmetik Redaktion Konzept und Executive Producing Meerit Grüner und Vivian Keller.
01:01:18: Video und Sounddesign Lenni DeLuca Und ich bin eure Host Werte Filmer.
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